#WSXD: Was kann ich von New Work und Work Smart lernen?

Bunte Post-Its austeilend, fordert Inga uns auf, die Stühle beiseite zu räumen, selber kreativ zu werden und Hacks für ‚Killerthemen‘ wie Ausschweifungen, Schweigen oder die zu lange Dauer von Meetings zu entwickeln. Aber auch Inga selbst hat einen Rat für all diejenigen in petto, die neu in einer Firma anfangen oder sich mit dem Thema Meetings genauer beschäftigen wollen:
„Ich empfehle Einsteigern und Einsteigerinnen, erst einmal ein bisschen Gefühl für die Meetings in ihrer Organisation zu entwickeln, sich umzuschauen und zu sehen, wie sie funktionieren und welche (meistens unausgesprochenen) Übereinkünfte es gibt. Das ist wichtig, um die Menschen in der Organisation zu verstehen und zu begreifen, warum sie sich in diesen Zusammenkünften so verhalten, wie sie das tun. Meistens gibt es bestimmte Typen oder Verhaltensmuster in Meetings, die wiederkehren: Die, die viel reden, die, die viel schweigen, die, die viele Ideen haben oder die, die meistens eher Bedenken äußern. Spannend ist auch immer zu sehen, welcher dieser Typen man selbst ist. Ich empfehle jeder und jedem, sich damit auseinanderzusetzen und auch mal ganz bewusst das Verhalten zu ändern und einen anderen Typus zu adaptieren. Und ich würde auch immer mal wieder die Rolle wechseln: Bietet an, mal zu moderieren, das Meeting zu organisieren oder Euch um das Protokoll bzw. das Nachhalten der Ergebnisse zu kümmern. Das verschafft Euch Einblicke in die Bedürfnisse der anderen Rollen – wichtiges Wissen, um Meetings zu verbessern.“
Auch am Ende dieses Workshops tragen wir unsere Ergebnisse wieder bei der Bühne und den kleinen Hockern vom Anfang zusammen. Ich melde mich freiwillig, den Nicht-Teilnehmer*innen einen Einblick in unser ‚kleines Meeting‘ zu geben und betrete zusammen mit Inga und einem weiteren Teilnehmer die Bühne. Interessant war es laut Lars auch im interaktiven Workshop von Stefan O. Berns. Die Teilnehmenden konnten aktive Achtsamkeits-Übungen erfahren und Stefan zeigte auf, welchen wichtigen Zusammenhang es zwischen beruflichen Entscheidungen und eigener Intuition gibt.
Jobsuche oder Weiterentwicklung: Unsere Learnings des WSXD
Ganz im Stile des #WSXD-Tages-Du berichte ich Euch heute in Du-Form, welche Themen ich für mich mitnehmen konnte konnte. Vielleicht ist der eine oder andere interessante Tipp auch für Euch dabei. Also was machen wir nun daraus? Wenn mir heute eines sehr deutlich klar geworden ist, dann dass in Zeiten der Digitalisierung Weiterentwicklung und Vernetzung die Stichwörter sind – ganz gleich ob man sich auf Jobsuche oder bereits in einem Unternehmen befindet:
- Es wird für jeden Einzelnen also immer wichtiger, herauszufinden, was man wirklich, wirklich möchte, damit man seine eigenen Stärken noch besser ins Unternehmen einbringen kann und neue Arbeitskulturen fördern kann. Sei es der Job, das Unternehmen oder die Branche an sich.
- Manchmal muss ich mir meine Stelle vielleicht sogar selber ‚bauen‘, damit ich das tun kann, was ich wirklich machen möchte. Ein gutes Beispiel ist Doppel[t]spitze, die sich innerhalb ihres Unternehmens gefunden und sich gemeinsam eine Position geschaffen haben, die sie als doppelte Führungsspitze auf Augenhöhe teilen. Stichwort ‚Jobsharing‘.
- Besonders entscheidend für neue Arbeitsformen und -kulturen sind deswegen, wie Markus Väth sagte, Front-Runner: Menschen, die vorangehen und sich für ihr Thema einsetzen, um es voranzutreiben. Nur so kann ich, wenn ich es wirklich möchte, meine Arbeitskultur in meinem Unternehmen mitgestalten.
- Dafür muss ich mein Unternehmen aber auch immer wieder neu durchdringen, meinen Blickwinkel verändern und neue (Kommunikations-)Rollen ausprobieren, damit ich die Struktur und Kommunikation meines Unternehmens stets im Auge behalte und mitfördere.
- Nicht zuletzt kommt es dabei immer auch auf das eigene Netzwerk an, denn ein stabiles Netzwerk ist oftmals der Schlüssel zu den genannten Punkten. Für mich heißt das also, dass ich mich in Zukunft noch mehr auf für mich relevanten Veranstaltungen blicken lassen und netzwerken sollte, damit ich mein Netzwerk nicht nur erweitere, sondern auch pflege. Das Netzwerk kann schließlich auch dann hilfreich sein, wenn man sich beruflich weiterentwickeln möchte.
Work Smart Experience Day: Inspiration und Impulse
Im Anschluss an die Workshops, geht das Event in einen entspannten Abend mit Saxophon-Musik über. Jeder ein Getränk in der Hand, prosten wir uns zu und lassen einen spannenden Tag voller neuer und inspirierender Eindrücke in klassischer Netzwerkmanier ausklingen.
Für mich als Berufseinsteigerin war das ‚Zwischendrin‘, der Austausch mit den anderen Teilnehmenden, das Beste. Teils weil man zwischenmenschliche Gemeinsamkeiten aufdecken konnte, teils weil berufliche Ähnlichkeiten Wege eröffnen, gemeinsame Projekte zu starten. Somit konnten wir, Lars und ich, für uns in der LVQ ebenfalls einige Impulse am heutigen Tag mitnehmen. Wir möchten uns an dieser Stelle gerne für die Partnerschaft, die tolle Organisation und den WSXD im Ganzen bei migosens bedanken und freuen uns schon jetzt auf den #WSXD20. Sehen wir uns?
Ein lesenswerter Rückblick des Veranstalters auf den #WSXD ist auf dem hauseigenen Blog zu finden.
Dies ist der Karriereblog von LVQ.de. Unsere Artikel werden verfasst von unserem Redaktionsteam bestehend aus Angela Borin, Lars Hahn und Kay Pfefferkuchen.
Die LVQ Weiterbildung und Beratung GmbH bietet Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte und Akademiker. Unser Vollzeitangebot mit anerkannten Abschlüssen kann zum Beispiel über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gefördert werden. Besonderes Augenmerk legen wir auf Online-Präsenzunterricht mit Dozent*innen aus der beruflichen Praxis und der weiterbildungsbegleitenden Unterstützung bei der Jobsuche.
Für Berufstätige bietet die LVQ Business Akademie entsprechende Weiterbildungen. Der Fokus liegt auf der Vermittlung fachspezifischer Themen aus dem gesetzlich geregelten Bereich. Inhouse-Seminare, Beratung und Schulungen für Unternehmen runden das Angebot der LVQ ab.
Angela Borin
Angela Borin ist die Leiterin Online-Marketing und digitale Kommunikation bei der LVQ. Seit Ende ihres Studiums sammelte die Sprachwissenschaftlerin strategisch und umsetzend Erfahrungen in Blog, Social Media und Online-Marketing bei einer Agentur, bei uns als Weiterbildungsinstitut und in der Dentalbranche. Zwischen ihren beruflichen Stationen hat Angela immer wieder neue Wege der Jobsuche ausprobiert und selbst zwei Weiterbildungen bei uns im Haus absolviert. Dadurch hat sie enge Berührungspunkte mit unseren ehemaligen sowie derzeitigen Teilnehmenden und lässt diese und andere Jobsuchende in ihren Artikeln rund um Berufsorientierung, Jobsuche, (Kreativ-)bewerbung, Netzwerken und Weiterbildung an ihren Erfahrungen teilhaben. [...]
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